Zwischen Selbestüberschätzung und -unterschätzung

die vier wochen praktikum in der schulsozialarbeit sind jetzt für mich zu ende und ich denke darüber nach, was es mir gebracht hat. natürlich einmal credit points. dann habe ich viele ecken und winkel und flächen und gegenden, hölzer und zentren kennengelernt. ich mag das, alles beim namen nennen zu können, straßen, stadtteile, gebäude und genau über alles bescheid zu wissen. damit habe ich mir den ort etwas mehr zu eigen gemacht. und dann habe ich am wochenende diesen satz von mir gegeben „das ist genau das, was ich machen möchte“. wolang? dalang.

ich war in den wochen praktikum hin und hergerissen zwischen selbstunterschätzung, „oh mann, ich könnte das nie so, mit so einer großen gruppe würde ich niemals klar kommen, ich würde die niemals ruhig kriegen, ich bin viel zu langsam“ und selbstüberschätzung „das ist ja gar kein guter rat, die macht das falsch, die würgt das gespräch zu schnell ab, die kann mit der situation selber gar nicht umgehen, sie sollte ihr mal lieber raten, dem typ eine zu verpassen“. am ende des praktikums hatte ich oft lust, das ruder zu übernehmen. eigentlich habe ich lust, gleich loszulegen.

ich habe auf der letzten omnibus-mitarbeiterversammlung gefragt, woher das interesse kommt und frage es mich seit dem immer wieder. ich glaube das interesse zieht dich dahin, wo du noch nicht fertig bist, wo du etwas noch nicht verstanden hast, wo du das rätsel noch nicht gelöst hast.

Freya Lintz

Freya Lintz

24 jahre, studentin, witten.

kontakt: freya.lintz@omnibus.org
Freya Lintz

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Zwischen Selbestüberschätzung und -unterschätzung
5. Dezember 2016 | 18:05