ungewohntes bild

10 jahre lang habe ich so gut wie gar kein cello mehr gespielt, geschweige denn ein konzert gegeben. vergangenen freitag war es dann wieder soweit – ich habe auf dem abschlusskonzert von meinem freund ericsh gespielt.

ericsh hernandez ramirez – das ist so ein typ von der sorte ,,leidenschaftlicher vollblut-musiker“. als der mich gefragt hat, ob ich mit ihm zusammen performen möchte, habe ich sofort zugesagt.

auch für mich war das ganze so eine art abschlusskonzert… wenn ich nämlich zurückschaue auf meine laufbahn als cellist, sehe ich immer nur die wettbewerbe, bei denen ich gegen andere kinder angetreten bin. ich sehe mich in der zeit als jungstudent und wie diese zeit einen kleinen schnösel aus mir geformt hat. irgendwann habe ich nur noch aus dem grund musik gemacht, um besser zu sein als all die anderen kinder, dem cello-professor zu gefallen und meine eltern zufrieden zu stellen. damit will ich abschliessen. denn ich sehe nur wenig zeit, wo ich aus vollem herzen gerne gespielt habe…

der vergangene freitag war für mich abschlusskonzert und lichtblick zugleich. ich habe erfahren dürfen, wie schön es sein kann, wenn man aus vollem herzen miteinander musik macht. ich glaube nämlich, dass ich das über all die jahre verlernt habe…

danke ericsh – das hat sich gut angefühlt!

Jonas

Jonas

28 jahre, witten
Jonas

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5. Juni 2017 | 17:46