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Heute verbrachten wir den dritten Tag in Speyer, der für mich einen kleinen Höhepunkt bildete, mit guten, produktiven Gesprächen am Omnibus und dem Besuch meiner Mutter und meiner 91jährigen Oma. Meine Mutter war nämlich bei meiner Oma in Frankenthal, das ist nicht weit weg von Speyer, direkt neben Ludwigshafen und die beiden hatten schon unabhängig voneinander gesagt, dass sie mich besuchen kommen würden, wenn wir mit dem Omnibus in Speyer wären. Speyer ist nämlich auch bei den Menschen in der Region ein beliebtes Ausflugsziel. Ich wollte mir gar keine großen Hoffnungen machen, da es die letzten Tage so heiß war und meine Oma nicht überanstrengt werden darf, da sie an Silvester einen Herzinfarkt hatte und wir uns schon auf ihren Tod eingestellt hatten, aber die beiden kamen. Meine Oma hatte es sich in der Nacht fest vorgenommen. So konnte ich ihr den Omnibus zeigen, und ihr meine Mitarbeiter vorstellen, von denen sie teilweise schon viel gehört hatte, von Werner natürlich und auch von Johanna, mit der ich ja eine WG bewohne. Dann setzten wir uns noch zu dritt in ein Eiscafé und meine Mutter und meine Oma konnten auch einmal die Arbeit am Omnibus aus der Nähe beobachten. Dann fuhren die beiden wieder zurück. Ich habe mich riesig über den Besuch gefreut und bin stolz auf meine Oma, dass sie sich das fest vorgenommen und durchgezogen hat. Jetzt hat sie meinen Arbeitsplatz auch einmal mit eigenen Augen gesehen.

Was mich gegen Ende der Arbeitszeit ebenfalls sehr freute war, dass die Frau vom Montagvormittag, die mir so aufmerksam zugehört hatte, noch einmal vorbeikam um zu unterschreiben und mir zwei Brezeln zu bringen. Ich sprach auch an, ob sie sich eine Förderung vorstellen könnte, dann geriet unser Gespräch aber in ganz andere Gefilde. Und als sie schon fast am sich verabschieden war sagte sie noch, „und sie dürfen mich gerne wegen der Förderung ansprechen.“ Das nenne ich mal ein Entgegenkommen. Sie wünschte mir und dem Omnibus tausend mal Glück, dann war es sechs Uhr und wir zogen weiter.

Nach Mannheim. Nach einem krassen Rückwertsmanöver stehen wir jetzt auf den Kapuzinerplanken und der Blick aus meinem Schlafzimmerfenster sieht etwa so aus: image

Die Stadt Speyer habe ich übrigens sehr gern gewonnen, die Kombination aus Rhein-Strand bzw Rheingold, Hafen-Stadt, Jahrtausende alte Geschichte, romanischer Dom, lebendige Fußgängerzone, freies W-Lan, gepflegte öffentliche Toiletten (die ganze Nacht durch geöffnet), bodenständige Pfälzer hat mir sehr gut gefallen. Sie ist am speyersten. Speyer könnte ich mir gut als Wahlheimat vorstellen.

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(Diese Anlage befand sich in einem Innenhof, dem Kulturhof Flachsgasse gleich gegenüber von unserem Omnibus-Standplatz. Mir hat die Gestaltung gut gefallen, so südeuropäisch, römisch und es gab dort auch wieder einen offenen Bücherschrank.)

Freya Lintz

Freya Lintz

24 jahre, studentin, witten.

kontakt: freya.lintz@omnibus.org
Freya Lintz

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spey, speyer, am speyersten
31. August 2016 | 22:30