so, da bin ich

ich hatte schon angedeutet, dass ich über mein letztes intermezzo am omnibus noch etwas schreiben wollte. jetzt sitze ich hier seit ein paar wochen in witten und schiebe mein vorhaben vor mir her. niemand tritt mir in den arsch. also mache ich den schritt selber und versuche, den fuß wieder in die tür zu kriegen… also, da bin ich!

elmshorn und glückstadt… das waren die beiden stationen meiner letzten omnibus-mitfahrt. das ist jetzt fast einen monat her und der omnibus bewegt sich mittlerweile am anderen ende deutschlands. patrick ist in der zwischenzeit mitgefahren, ich war am niederrhein auf der hochzeit meines cousins und habe meinen besten freund hier in witten, ramón, verabschiedet, der morgen für ein jahr in einem camphill-projekt in südafrika einsteigt.

zurück zum thema: die tour… oder besser gesagt: die nächste tour. omnibus-fahren habe ich bislang immer auch als therapie für mich selbst gesehen (wo eine heilung allerdings nur durch meine arbeit an mir selbst geschehen kann). und jede tour baut auf die vorhergehende tour irgendwie auf. ich bin immer nur sehr kurz mitgefahren, meistens nur eine woche und hatte anschließend ein halbes jahr daran zu knabbern, bevor ich das nächste mal mitgefahren bin. das kann einen auch mal so richtig herunterziehen, so dass ich meine eigene scheinheiligkeit spiegelnd in einer schlamm-pfütze sehen kann… aber mut tut gut, wenn ich mich darauf einlasse. ich merke, wie mich die therapie immer mehr gesunden lässt. mit werner hatte ich eines nachts ein konzentriertes gespräch über entwicklung, vertrauen, den künstler… letztlich also ,,zeige deine wunde“, und zwar nicht als artifizielle heulsuse, sondern als mensch unter menschen. das ist jetzt vielleicht etwas, an dem ich auch in zukunft noch zu knabbern habe, aber bei dem ich jetzt schon merken kann, dass es mich in der täglichen praxis gesunden lässt.

Jonas

Jonas

28 jahre, witten
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so, da bin ich
27. Juli 2017 | 23:14