Rheinherbst

Gestern bin ich mit dem Zug aus dem Ruhrgebiet durch das wunderschöne Mittel-Rheintal zu meiner Oma in die Rheinpfalz gefahren. Ich fühle mich zurückerinnert an die Omnibus-Fahrt vor zwei Monaten in dieser Gegend, in Landau, in Speyer, in Mannheim waren wir. Eigentlich sollte dieser Blogeintrag „Rheingold 2.0“ heißen, doch leider zeigte sich der Herbst gestern nicht von der goldenen, sondern von der grauen Seite.
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Ich habe mich auch an Hermann Simon erinnert, wie er mit dem Zug eben diese Strecke in die andere Richtung fährt, von München zurück in seine Heimat den Hunsrück, im Zug die Renate trifft, die in München ein Lokal mit dem Namen „Renates U-Boot“ eröffnet hatte und wie er plötzlich auf der Straße zwischen Rhein und Gleisen Schnüsschen und seine Tochter Lulu (eigentlich Simone Simon) in einem schicken Caprio entdeckt.

Das ist die letzte Folge von „Heimat 2“, sehr schön gemacht, wie „dat Hermännsche“ auf dem Rückweg eine kleine Reise durch seine letzten 10 Jahre in München erlebt.

In „Heimat 3“ spielt sich dann auch einiges im Rheintal ab. Vor allem, da Hermann und Clarissa sich ja das „Günderrode-Haus“ zu eigen machen, das man auch sehen kann, wenn man durchs Rheintal fährt, das ich aber auf der Zugfahrt gestern nicht geschafft habe, zu fotografieren (dafür saß ich auf der falschen Seite).

Dafür habe ich aber noch die Wernerkapelle erwischt, ich glaub jedenfalls, dass sie das ist.

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Um fünf war ich dann bei meiner Oma, ich bin froh, sie endlich wieder zu besuchen, denn sie ist an ihrem Lebensende, hat riesige Schmerzen und fragt sich „warum der liebe Gott sie noch nicht holen will.“ Ich bin froh für jeden Tag, den sie „noch auf dieser schönen Erden sein darf“ (Zitat: Wer früher stirbt ist länger tot).

Freya Lintz

Freya Lintz

24 jahre, studentin, witten.

kontakt: freya.lintz@omnibus.org
Freya Lintz

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Rheinherbst
15. Oktober 2016 | 10:51