neue gefährten

mittlerweile verbringe ich den gesamten tag, meist von 10 bis etwa 19 uhr in der uni. nach wie vor habe ich freude am studieren und die architektur interessiert mich mehr und mehr.

am meisten freue ich mich über samad und nils, zwei freunde aus dresden in meinem alter. mit ihnen verbringe ich die meiste zeit in der uni. wir treiben viel schabernack und amüsieren uns gelegentlich über unsere komilitonen (einige sollten vielleicht lieber schauspieler werden) oder über unseren schwäbischen twl-professor, der langsam auf dem podest auf und abgeht während er gemächlich von konschtruktionen un laschteinzugschbreide erzählt.

noch mehr freue ich mich aber über die ernsthaften gespräche, beziehungsweise die tiefe unseres austauschs, die mein interesse weckt anstatt mich dazu zu drängen, die unterhaltungen zu entschleiern.

schon immer vermisste ich in meinem umfeld einen freund vom selben schlage. nun habe ich gleich zwei gefunden. dabei ist mir aufgefallen, dass sich, zumidest in unsrem jahgang, nicht gegensätze sondern parallelitäten anziehen.

 

das spektrum meiner aufmerksamkeit ist im studium konkretisiert, aber auch geschmälert. neben dem studium finde ich kaum zeit und konzentration, mich mit anderen, spannenden dingen zu beschäftigen. ich weiß noch nicht recht wie ich das handhaben soll.

außerdem kann man gewisse inhalte (das gehört wohl dazu) nicht einordnen oder abgleichen. man muss sie für bare münze nehmen und auf die intuition vertrauen, auffassungen und haltungen erspüren zu können.

im studentencafe der architektur fakultät, das eher einer bar gleicht, gibt es augustiner helles für einen euro. hier findet man uns nach dem pflichtprogamm.

 

 

 

 

 

 

Jan Tietz

20 jahre, student, berlin.

kontakt: jan_tietz@gmx.de

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10. November 2016 | 0:55