Freyer in Speyer

Der Titel klingt etwas selbst zentriert, das Wortspiel musste aber einmal sein.

Jetzt sind wir zu viert bei der Arbeit, weiterhin Johanna, Werner und ich, aber Mathias hat uns um seine Person bereichert. Zu viert am Omnibus ist mir eigentlich schnell zu viel, da dann weniger Platz ist und das Fertigmachen länger dauert, aber heute lief alles wie am Schnürchen und außerdem ist es für mich auch mal wieder schön, ein neues Gesicht am Omnibus zu erleben. Mathias ist ziemlich genauso alt wie mein kleiner Bruder Roland (gute vier Jahre jünger als ich), kann aber schon souverän einen eigenen Standpunkt einnehmen und vertreten. Zu viert finden auch mehr Parrallelprozesse am Omnibus statt, was ich sehr interessant finde.

Bei der Arbeit vor dem Omnibus haben heute nur zwei Person im Gespräch mit mir unterschrieben und nur eine Person war damit einverstanden, noch einmal auf die Förderung angesprochen zu werden, doch ich hatte trotzdem wertvolle Gespräche. Gleich morgens hat sich eine Frau zu mir gesetzt, mir ganz aufmerksam zugehört und sich dann ehrlich bedankt, da ich ihr Verbindungen aufgezeigt hätte, die ihr zuvor nicht klar gewesen wären. Eine andere Frau hat mich gelobt, da ich sie nicht unter Druck gesetzt und sie nicht zu manipulieren versucht hätte. Dann fragte sie mich, ob ich Christin sei und meinte, ich sein ein religiöser Mensch. Diese Meinung hat mich irgendwie gefreut, da ich in meiner Kindheit einmal eine Phase hatte, in der ich Heilige werden wollte. Davon ist irgendwas hängen geblieben.

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Dann habe ich mir über Mittag die Strom- und Wasserbeschaffung zur Aufgabe gemacht, da unser Wassertank fast leer war, und nach einigem Hin- und Hergerenne haben wir dann beides aus der Eisdiele von nebenan bekommen. Zum Dank habe ich „Petra“ ein Glas Honig und Omnibus-Postkarten geschenkt.

Im Anschluss an die Arbeit sind wir vier an den Rhein runter gelaufen, haben uns den Yachthafen angeschaut, die Beine im Wasser baumeln lassen und die vorbeifahrenden Frachter beobachtet. Dann sind wir wieder zurückgelaufen, haben Tomaten und Mozarella-Salat gegessen und uns besser kennengelernt.

 

Freya Lintz

Freya Lintz

24 jahre, studentin, witten.

kontakt: freya.lintz@omnibus.org
Freya Lintz

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Freyer in Speyer
29. August 2016 | 21:50