Die schweigende Mehrheit

Für mich ist die Direkte Demokratie dazu da, diese „schweigende Mehrheit“ überhaupt endlich mal kennenzulernen. Mit ihr ohne ideologischen Balast ins Gespräch zu kommen und dabei auch wieder mit mir selber. Wie stehst du zu diesem Thema? -Und wie steh‘ eigentlich ich nochmal dazu? Was wollen wir eigentlich? Was ist für die Zukunft das Wichtigste und warum nutzen wir die bisher einmaligen Ressourcen und Möglichkeiten der Menschheit nicht optimal aus (…) und (wie) geht da noch was?

In der Vergangenheit haben bereits allerhand Idioten die Figur der “silent majority“ ganz dreist ausgenutzt und behauptet, dass diese hinter ihnen stünde – und auch jetzt sind da wieder einige fleißig dabei. Dabei haben wir wirklich keine Ahnung. Und suhlen uns darin auch noch.
Ich möchte die schweigende Mehrheit nicht als ausgenutzte Figur sehen, als vage Masse, sondern auch und gerade jetzt, wo wir alle so verrückt scheinen, den Sprung nach vorne machen – mit direktem Kontakt unser Schweigen reflektieren…
An einem Ort wie Tokyo ist die schweigende Mehrheit in derart unnachgiebiger Weise präsent, dass ich mich, in Besinnung auf eine wunderschöne Geste, die bereits einige wo-lang-Leute eingenommen haben, mit Freu(n)den auf die Spur und genau in diesen Kontakt gegeben habe

– und siehe da, allerlei Wunder sind aus dieser mich umgebenden schweigenden Mehrheit herausgetreten…

Einmal mehr habe ich erfahren, wie unglaublich viel Potential diese Geste hat und würde mir wirklich wünschen das Ausprobieren damit auszuweiten, mit vielen und mit wenigen anderen, ikimashō.

 

Enoch

20, studi, 世界人, erfurt.

kontakt: enoh.tabak@uni-Erfurt.de

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29. Juli 2018 | 14:57