Der Osten, Bitterkeit zum Kosten, der Osten, Menschen auf ihrem Posten

Nun ja, ich bin dieses Jahr zum ersten Mal im Osten Deutschlands unterwegs und jetzt in der östlichsten Stadt Deutschlands gewesen: Görlitz.

Ein wunderbarer Shot aus Polen nach Görlitz rüber, aus einer alten etwas hochgelegen Straße, die sich von der Uferstr. ausgehend abhebt.

Ich komme auch etwas der Problematik der Ost West Beziehung  näher. Die etwas älteren Menschen erzählen aus alten gemeinschaft-solidarischem, aber durchauch (durchaus plus auch) kritisch, Gefühle ihrer Kindheit, als Eigentum und Konsum nicht das Maßgebende war. Ich denke dabei auch an die humanistischen Kaufmänner der Renaissance, obwohl da kein direkter Zusammenhang besteht, die immerhin anscheinend auch gewisse Ideale des Menschseins, als innere Haltung pflegten.

Was heute die Wirtschaft beflügelt, ist aber ein paradoxer wirklichkeitsfremder Egoismus, der sich an einem Wahn begattet, der nicht zu stoppen scheint. Doch die Bildung von Autonomität und Zusammenarbeit regionaler Firmen, scheint mir zukunftsweisend. Finden und stärken, sage ich mir immer. Vorbildlich finde ich da Werner Küppers Bezug zu den alltags Dingen und zur aktuellen Literatur. Die heutigen Autoren zu kennen, die im Gefühle von Notwendigkeit und Wirklichkeit leben, wird mir auch langsam Ziel.

Der Herbst umweht hier unsere Fahrt. Und es wird nach zwei sehr kalten Nächten wieder etwas wärmer.

Wir sind heute Abend nach Bautzen gefahren, und wurden von einem wunderschönen Sonnenuntergangserlebnis verabschiedet. Haben uns in dunkelnächtlicher Ruhe auf dem kleinen, schönen und von Restaurants umgebenen Hauptmarktplatz gestellt und sind auf die Menschen morgen gespannt.

Miron Constantin, Anna Constantins kleiner Bruder und aus meiner alten Klasse in Bochum Langendreer, ist Gestern dazu gestoßen und wir sind nun zudritt als Band.

Miron ist ein gesprächsgewandter hingewandter energiereicher Kerl, und Mensch natürlich, der sich  für die Gesellschaft und ihre Fragen interessiert.

Er hat das Abitur jetzt nicht gemacht, wie ich es trotz zuwideren Gefühlen, und wir finden die Schulische Lage grundlegend veränderungswürdig. Ich bin durch Freya Lintz Hinweis auf den Bildungsgang sachte gestoßen, der von der DemokratischenstimmederJungend als sozialkünstlerische Aktion in Richtung einer Petition und gemeinsamer Gedankenarbeit in Seminaren strömt. Darauf bin ich gespannt und würde gerne da irgendwann mich anschließend einbringen.

Denn, was wollen wir Kinder mehr als freie Entfaltungsmöglichkeiten unserer Einzigartigkeit.

Wie dieser Wirsing, den wir seit gestern verspeisen.

 

 

 

 

 

Letzte Artikel von Yunus (Alle anzeigen)

Der Osten, Bitterkeit zum Kosten, der Osten, Menschen auf ihrem Posten
11. Oktober 2017 | 21:50