concentration please

Heute verbrachte ich den zweiten Tag meines Praktikums in der Schulsozialarbeit an einer Grundschule in Witten-Annen. Die Frau Herzberg von der ich schon einmal geschwärmt habe, hat mir ein straffes Programm zusammengestellt, mit fast jedem Tag einer neuen Schule und einer neuen Sozialarbeiterin. Die beiden ersten Wochen werde ich allerdings nur an Grundschulen sein.

Gestern und heute waren sehr interessant, jeder Tag und jede Sozialarbeiterin auf ihre eigene Art. Von einer Einheit, die Frau Schmidt (von der Redaktion geändert, ich muss ja meiner Schweigepflcht gerecht werden) heute in meiner Anwesenheit durchführte, war ich schwer beeindruckt. Sie hatte sich vier unruhige, zappelige Kinder rausgesucht und gestaltete mit ihnen eine Unterrichtsstunde nach dem Marburger Konzentrationstraining. Sie war streng, hatte die Kinder voll unter Kontrolle, gab jeden Schritt an und duldete kein Gezappel. Sie ließ die Kinder sau schwere Aufgaben bewältigen, wo sie z.B. eine bestimmte Abfolge zeichnen oder Fehler bei Vergleichen finden sollten. Die Kinder waren so ruhig und in höchster Konzentration auf die Aufgaben fixiert, sie strengten sich so sehr an, machten es so gut und ich spürte, dass sie so etwas wie „Genuss“ dabei empfanden, dass mir fast die Tränen kamen.

Daraus lerne ich, dass Kindern das gut tut, diese klar definierte, geordnete, ruhige und konzentrierte Atmosphäre. Ich merke schon, dass ich bei diesem Praktikum sehr viel lernen kann.

Freya Lintz

Freya Lintz

24 jahre, studentin, witten.

kontakt: freya.lintz@omnibus.org
Freya Lintz

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concentration please
8. November 2016 | 19:55