Blumenwalzer

Den gestrigen Tag haben Werner, Johanna und ich schön entspannt auf der Landzunge am Rhein-Strand verbracht. Zuerst haben Johanna und ich noch schön den Omnibus geputzt, dann haben wir uns an den Rhein-Strand gelegt und sind auch ziemlich den ganzen Tag bis 17 Uhr dort geblieben. Wir haben gelesen, gebadet und geschlafen. Mal richtig nichts getan.

Um halb sechs haben wir den Omnibus dann startklar gemacht und sind in die Innenstadt auf unseren Platz gefahren. Der ist in der Hauptfußgängerzone, die genau auf den Dom zuführt. Der Dom übt eine unglaubliche Präsenz auf seine ganze Umgebung aus und auch uns hat er gleich in seinen Bann gezogen. Er ist riesig groß, breit und mächtig, aber seine Ausstrahlung ist meiner Meinung nach eine warme. Das liegt sicher an dem Sandstein, aus dem er erbaut ist, gelber und roter Sandstein über einander geschichtet, mal gestreift oder wild gemustert.

Nachdem wir den Omnibus geparkt hatten, sind wir gleich in den Dom gegangen und haben ihn uns von Innen angeschaut. Er ist ganz schlicht eingerichtet, keinen Firlefanz an den Wänden, nicht überladen mir Figuren und Bildern, was mir sehr gut gefällt. Johanna hat entdeckt, dass um 20 Uhr ein Orgelkonzert stattfindet und wir haben beschlossen, dass wir da alle gerne rein gehen wollen.

Wir sind noch kurz in die „Petersilie“ essen gegangen, dann fing auch schon das Konzert an. Das Programm war bunt gemischt, von Bach über Tschaikowski zu George Gershwin. Den größten Platz bekam ein Stück von Max Reger eingeräumt, da das Konzert auch anlässlich seines 100. Todesjahres statt fand. Ich bin sehr glücklich, mal ein Konzert in diesem Jahrtausend alten Dom erlebt zu haben und manche Klänge gingen auch tief unter die Haut, aber öfters finde ich die Orgeltöne auch zu quäkend oder röhrend oder piepsend.

Am besten hat mir die Orgelversion vom Blumenwalzer von Tschaikowski gefallen, den kenne ich sehr gut, aus dem Ballett, wo wir mal auf ihn getanzt haben, und auch aus dem Orchester, wo wir ihn selbst gespielt haben, und er hat mich beschwingt in den Abend entlassen.

Zurück am Omnibus ist dann Mathias zu der Crew gestoßen.

Freya Lintz

Freya Lintz

24 jahre, studentin, witten.

kontakt: freya.lintz@omnibus.org
Freya Lintz

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Blumenwalzer
29. August 2016 | 9:24