barock zum entspannen und genießen – oder – keine angst vor klassikern

wir sind in musikgeschichte beim barock angelangt und auf einmal beginne ich barock zu lieben. früher hat der mich immer genervt, das war so musik, die meine eltern sonntagsmorgens eingeschaltet haben oder die um diese uhrzeit im radio lief. so friede-freude-eierkuchen-musik, die mir irgendwie sehr oberflächlich vorkam. jetzt lerne ich den barock wieder ganz neu kennen und zu schätzen. denn genau das ist sein vorteil: er ist nicht dramatisch, verstörend, jagt dich durch alle möglichen tonarten, sodass du innerlich ganz aufgewühlt bist. vor bach (und dem wohltemperierten klavier) konnten musikstücke nur in einer tonart spielen, nach bach war es möglich innerhalb eines musikstückes die motive und melodien durch alle möglichen tonarten zu jagen. das birgt natürlich ganz neue möglichkeiten in sich – regt uns menschen aber auch auf. und so kann ich jedem, der sich ein bisschen schöne begleitmusik wünscht, nur empfehlen: hört barock! ich habe in spotify eine tolle playlist gefunden, die heißt „barock zum entspannen und genießen“ oder von meinem liebling „vivaldi zum entspannen und genießen“. ich glaub meine musikprofessoren würden die hände über dem kopf zusammenschlagen, wenn sie „barock“ und „entspannen und genießen“ in einem satz hören würden. musik ist doch nicht zum entspannen und genießen da, was ist denn das für eine haltung? ja warum denn nicht? warum muss denn alles immer so geistreich, ernst und angestrengt sein? und deshalb, hier ein kleines schmankerl, ein klassiker aus dem „winter“ von vivaldi.

Freya Lintz

Freya Lintz

24 jahre, studentin, witten.

kontakt: freya.lintz@omnibus.org
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barock zum entspannen und genießen – oder – keine angst vor klassikern
28. Dezember 2017 | 13:56