Auf dem Olymp im Abendrot…

… saß Zeus derweil beim Abendbrot.                                                      Er sagte:                                                                                                    Ach bin ich wieder mal geschafft,                                                      dieser Job als Gott kostet mich die letzte Kraft.

Diese Zeilen eines Kinder-Raps von der Kassette „Die Reisemaus in Griechenland“ ploppte mir heute beim Joggen über den Rheinischen Esel in mein Bewusstsein, als ich über der Autobahnbrücke ein herrliches himbeerfarbenes Abendrot erblickte. Der Herbst hat letztes Wochenende angefangen und zeigt schon die schönsten Farben. Er macht mich melancholisch, weil dann schon bald wieder ein Jahr vorüber ist und uns bleiben ja nur eine begrenzte Anzahl von Jahren auf dieser Erde, aber er lässt das Leben auch intensiver werden, da er alles gibt, was er hat. Ich weiß noch, dass ich letztes Jahr etwa um die gleiche Zeit auf dem Rheinischen Esel unterwegs war und darüber nachdachte, dass ich irgendwann nicht mehr da sein werde und wie ich das wohl finde. Es macht traurig, aber wenn man diese Tatsache akzeptiert, kann man sich noch mehr freuen, dass man JETZT GERADE lebt.

Eigentlich wollte ich ja nur über das schöne Abendrot berichten, das mich so bereichert hat und dann hat der Text angefangen ein Eigenleben zu führen.

Freya Lintz

Freya Lintz

24 jahre, studentin, witten.

kontakt: freya.lintz@omnibus.org
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22. September 2016 | 20:22