abstimmung

das treffen anfang des jahres in berlin hatte mir jede menge energie gegeben. mir war klar, dass ich jetzt auch endlich mal eigenständig was starten möchte und nicht darauf warten kann, dass hier irgendetwas von selbst passiert. die qualität von abstimmungen erfahrbar zu machen, war mein eigentliches ziel als ich mit meiner initative gestartet bin. das kann ich überall bereits jetzt schon tun, wenn ich liebevoll auf meine mit-menschen zugehe und mich mit ihnen verbinde… positive zeichen setzen und meinen mit-menschen ihre freiheit schenken.

in die anwesenheitslisten trage ich mich schon länger nicht mehr ein. ,,ich will jedes mal da sein, aber mich kein einziges mal eingetragen haben…“, ich dreh den spieß um und erzeuge ein kopfkino. donnerstag hab ich dann den nächsten schritt gewagt: als die liste bei mir angekommen war, bin ich aufgestanden, mit der liste zum dozenten gelaufen, habe die liste zerrissen, sie in den mülleimer geschmissen und bin anschließend einmal im kreis um den gesamten kurs herum gelaufen, um mich schließlich wieder stillschweigend auf meinen platz zu setzen. das war der knaller! mir hat das richtig freude bereitet und scheinbar bei meinen mit-menschen im innern etwas in gang gesetzt. als ich das am nächsten tag nochmal machen wollte, ging das nicht, weil einer aus unserem kurs aufgestanden war und eine ansprache hielt: er habe mit verschiedenen dozenten gesprochen und für nächste woche ein kolloquium einberufen, wo wir gemeinsam über den sinn und unsinn von anwesenheitslisten reden werden. spitze!

als ich mit den leuten aus dem zweiten studienjahr gesproche hatte, waren diese anfangs noch sehr skeptisch, ob ,,die anderen“ denn überhaupt noch kommen, wenn es keine anwesenheitspflicht mehr geben würde. ihre jahrgangsbetreuerin, mit der ich auch gesproche hatte, hat ihre studenten nun von der anwesenheitspflicht befreit. was das bei den leuten in gang gesetzt hat, finde ich bereits jetzt schon wunderbar: die haben sich freude-strahlend bei mir bedankt (warum auch immer?) und die anschließenden gespräche waren äußerst fruchtbar.

 

Jonas

Jonas

28 jahre, witten
Jonas

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30. April 2017 | 12:56