Sonnenaufgang

 

 

Aufgang dessen, was verschollen blieb

Erscheinung dessen, was ist und liebt

Vor dem Auge, das gemütlich schlief

Ereignet sich, ein gewaltigsanfter Hieb

Witten zeigt sich im Wintersabenddunst

Noch überdeckt von herbstlichler Klarheit

Mich ruft aus allen Ecken die Kunst

 

 

Sonnenaufgang

EN DE

Dem Ende folgt unaufhörlich der Anfang.

Endet die Zeit in einer Stadt, so beginnt schon die Präzeit zur nächsten Stadt:  Hinfahrt, Bearbeitung der letzten Stadt und Vorbereitung zur nächsten. Dieses passiert nun in einem größerem Rhythmus. Eine Tour endet, die Präzeit wird betreten, Verdauung tritt ein (ich bin schon an einer Schrift zu meinen Erfahrungen am Omnibus dran, und am überlegen was denn die Konsequenzen daraus sind), und Vorbereitung…

Trotz verdammter Umstände haben wir eine schöne und fruchtbare Abschlusszeit gemeinsam haben dürfen.

Mit meinen engagierten und liebevollen Großeltern.

Bleibe ich in schöner (Er)Innerung.

Am Montag nächste Woche beginnt mein Eurythmie-Studium in Witten.

Auf Witten freue ich mich umso mehr, nach dieser Zeit in vielen anderen Städten Deutschlands. Ich will mich in Witten hinein begeben und auch in Wittens Peripherie die Welt kennenlernen – Schönheit suchen.

Links neben mir ist das FigurenTheater „der Grüfello“, wenn ich die Kamera um 90° drehen würde. Danke für den Strom und die Spende für den Omnibus für Direkte Demokratie! Verständnis und Hilfsbereitschaft in schöner Klarheit habt ihr uns gegeben. Merci Beaucoup!

Tobias Leppert ist heute in eben dieser Haltung mit Interesse zu uns gekommen. Er ist Politikstudent und ein freund von Johanna aus Berlin. Sein Freiwilligenjahr hat er in Kirgistan in einer Heilpädagogischen-Einrichtung gemacht, durch die „Freunde“, weswegen er einmal in Berührung mit Eurythmie gekommen war. Er hat eine offene Haltung dem Leben gegenüber und erfreute mich auch durch seine Erscheinung, in meiner Größe und mit einem Pelzmantel!

Aufwiedersehen!

 

 

EN DE

Regen fegen- Wolken legen- über Frankfurt- Day n Night

Unser Tag verlief in Beobachtung der Stadtmenschen.

Sie scheinen sehr damit beschäftigt zu sein, hastig das vorhandene weiter zu erhalten, ohne gelassen wahrzunehmen und zu gestalten.

Frankfurt am Main ist meine erste Großstadt auf der Reise mit dem Omnibus für Direkte Demokratie.

Schöne Begegnungen sind durchaus entstanden.

 

Andererseits empfinde ich gerade Großstädte als spannende Fundgruben und als Orte für unwahrscheinliche Möglichkeiten der Entfaltung, wenn es denn mal entspannter und grundsätzlicher zuginge.

Gerade war ich in einem Kiosk und habe mir einen Espresso im Becher geholt. Zwei Frauen betrieben den Laden und ein kleiner Junge fuhr mit dem Fahrrad durch die Ebene zwischen den Kiosk-Regalen. Die Mutter war aus Bangladesch und die schöne junge Frau aus Nepal, sie sprachen auch Urdu – meine zweite Muttersprache…

Ich kam also ins Gespräch und lernte diese schönen Menschen kennen.

Ich habe mir im Nachhinein auch gedacht, wir sollten uns nicht so wichtig nehmen – die Welt ist enorm – und hat Milliarden von Geschichten und Möglichkeiten.

Ich verliebe mich schnell in alles mögliche von Menschen – die alle ihre einzigartigen Biografien haben, die der Anteilnahme anderer würdig sind. Und besonders in die Parteilosen und Zärtlichen, die Liebevollen und Wahrnehmenden, die Strahlenden und Dankbaren, und die Anteilnehmenden, die Verantwortungfühlenden, die Fühlenden.

Bis 11 Uhr waren wir im Orfeos Erben, wo wir erst eine elegante Gastronomie genießen konnten, und danach einen wunderschönen Film uns angesehen haben. Weit. Ein Mal um die Welt mit Vertrauen in das Leben. Großen Dank an Patrick und Gwen, und deren süßen Sohn Bruno! Für diese Reise!

Ich bin sehr von der Schönheit gerührt, die ihr aufgenommen habt, dass mir fast die Tränen kamen.

Morgen wird der letzte Tag am Omnibus sein, bei dem Grundlagenarbeit zur direkten Demokratie gemacht wird – zumindest offiziell.

Ich bin Werner Küppers und allen

sehr dankbar, dass mir diese besondere und einmalige Erfahrung zuteil werden durfte.

Am Wochenende lerne ich dann auch mal diese Menschen etwas näher kennen – im Erfahrungsfeld der Sinne und des Denkens.

Auf dieses bin ich auch sehr gespannt. …

 

 

 

 

 

 

Regen fegen- Wolken legen- über Frankfurt- Day n Night

Vollaktiv und in durchaus angenehmer Gesellschaft

Frankfurt am Main – muss die letzte Stadt für uns sein. Letzte Woche haben wir in Gotha und Eisenach besondere Erfahrungen gemacht, die dann ihren Höhepunkt bei der Baumpflanzen am Baumkreuz bekamem.

Gespannt.

14 Bäume wurden gepflanzt.

Ich finde die Aktion im Herzen Deutschlands sehr schön und freue mich schon auf das nächste Treffen! Die Treffen finden regelmäßig am ersten Novembersamstag um 9 Uhr morgens statt.

Rhythmus trägt Leben.

Und Lichter beben…

Heute Abend sind wir in Frankfurt am Main gelandet. Der Flug wurde immer turbulenter, je näher wir an Frankfurt gelangten. Jetzt steht Omnibus am Carl-Schmid-Platz, an der Gräfstraße. Und ist auf die Großstadt gespannt, was sie denn in sich so spannt und wohin sie gelangt.

Das Wochenende haben wir in Altenschlirf, wo ich meine Jahresarbeit „Erfahrung und Gestaltung im Garten“ schrieb,

und in Bingenheim verbracht, wo ich meine ersten 3 Jahre auf Planeterde Erfahrungen sammelte und gestalterisch wammelte.

Wir wurden von wunderschönen Herbstfärbungen und Wetterstimmungen begleitet und sind durch manch schönen Ort geleitet.

Werner Küppers fährt geschmeidiger denn je, und wir haben immer wieder kleine Abenteuer auf den Fahrten erlebt. Der Nachschub an Strom, Wasser und Gas läuft wie geschmiert. Die Grundnahrungsmittel laufen gut ein und aus.

Das ist doch wohl eine Beleidigung…

Omnibus hat einen neuen Parkplatz in der Lebensgemeinschaft Bingenheim. Die Menschen hier haben Omnibus mit offenen Armen und Augen empfangen, und aufmerksam bei der Morgenrunde dem Aufruf der Initiative zugehört.

Die Quetschmanöverrate hat übrigens  zugenommen.

Und die 7.5 Tonnen Brücke wurde mal etwas getestet.

Ein Schwellenereignis.

Und Frankfurt ist der volle Kontrast zu Bingenheim: größenwahnsinnig und fein und bescheiden.

Leonard Cohen begleitet uns als Urgroßvater an diesem schönen urbanem Abend (mit seinem letzten Album), an dem die Omi-Da-Lang wieder dabei ist und ich nun drei alte Jugendliche um mich herum habe, als jugendlicher Alter.

Und wieder ein Kontrast.

Mein FrauenHut ist wieder da.

Hinten sieht man meinen alten Kindheitsspielplatz. Und davor….

Meine liebe Mutter, Shahida Parveen…

Die jetzt den „Ort der Begegnung“ in Witten seit einigen Jahren leitet. Nachdem sie mit meinem Vater Hellmut Hannesen in Pakistan sich in die Gestaltung einer Sozialpädagogischeneinrichtung (Roshni) hineingegeben hatte und wir wieder nach Deutschland geflogen sind, im Ruhrgebiet gelandet sind….

und es mussten neue Welten entstehen und alte vergehen…

Der Omnibus thront nun auf seinem Platz für die nächsten 3 Tage.

 

 

 

 

Vollaktiv und in durchaus angenehmer Gesellschaft