aus gegebenem anlass

da is er…

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RASTeR, RASTeR ONE, ASeR, GURS… mein held der nacht

witten’s finest. ausschließlich tags produzierend, bin ich auf ihn direkt bei meiner ankunft in witten aufmerksam geworden.

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tags sind für mich, als beobachter, die ursprünglichste form von graffiti. flüchtig entstanden, überbrücken sie lange zeit-räume, erschließen sich erst bei wiederholter, geduldiger beobachtung. sie sind stille begleiter des alltags… witzig, erfrischend, unentdeckt und weitestgehend unverstanden…

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das tag von RASTeR ist in witten an nahezu jeder häuserecke vertreten (inklusive bei brigitte&werner auf dem hof… viel spaß beim suchen!).

das sichtbare tag vereint schriftzüge mit streifzügen. ein mensch ist herumgelaufen und hat seine spuren hinterlassen. es bezeugt die existenz einer künstlerischen natur.

 

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in witten-stockum, der ort in dem ich wohne, war bisher jedoch kaum etwas zu sehen von dem helden der nacht. ein paar aufkleber, aber keine tags…

das  hat sich gestern nacht geändert…

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das ganze spießernest ist voll. danke RASTeR. es scheint, als hättest du meine gebete erhört…

aus gegebenem anlass

From hero to zero – und zurück?

Ich hoffe, dass es nicht nervt, dass sich in meinen Beiträgen immer alles um mich dreht, aber ich denke nun mal viel über mich selber nach und es macht ja nur Sinn von etwas zu schreiben, was einen beschäftigt.

Ich denke viel über meine Entwicklung, meine Wandelungen, meine Höhenflüge und Fälle nach und versuche herauszufinden, wer ich bin. Ich trat nämlich schon sehr unterschiedliche in Erscheinung.

Meine Kindheit und Jugend kann man mit den Worten „from hero to zero“ betiteln. Bis ich zwölf Jahre alt war, war ich so ziemlich das beliebteste Mädchen meiner Klasse. Alle meine Klassenkameradinnen waren meine Freundinnen, viel Jungs waren in mich verliebt, ich war die erste Klassensprecherin, ich gründete die „Wilden Hühner“ und die „Silver Girls“, die Eltern meiner Klassenkameradinnen sagten ihren Töchtern, sie sollten sich ein Beispiel an mir nehmen und die Lehrer mochten mich natürlich auch, da ich eine interessierte Schülerin war und immer meine Hausaufgaben machte.

Mit dem Eintritt in die sechste Klasse änderte sich alles. Meine Freundinnen wendeten sich eine nach der anderen von mir ab und die Jungs waren nicht mehr verliebt in mich, ich war eine der unbeliebtesten Personen der Klasse. Ich war einfach eine Streberin, ich machte immer meine Hausaufgaben, ich meldete mich im Unterricht, ich las gerne und viel, ich spielte Cello, ich spielte im Orchester, interessierte mich für klassische Musik, ich war viel zu korrekt und brav, ich war einfach uncool. Und ich machte nicht etwas, nur weil alle anderen es machten. Das war meine feste Überzeugung, die ich niemals aufgegeben habe.

Dieser Fall sitzt mir noch immer tief in den Knochen, aber ich bin dran geblieben, ich bin bis zum Schluss in meiner Waldorfklasse geblieben, ich habe nicht aufgegeben, ich gehörte in diese Klasse und damit basta. Ich kämpfe noch immer um meinen Respekt und mit dem Älterwerden hatte ich das Gefühl, das ich bekomme, was ich verlange.

From hero to zero – und zurück?

Eine Ahnung von Frühling

Frühling gibt es anscheinend nicht nur im bayerischen Alpenvorland, sondern er wird auch bald in NRW Einzug halten. Davon gibt er uns heute einen Vorgeschmack.

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Wenn wir tief im Winter stecken, dann können wir gar nicht glauben, dass es irgendwann eine Verwandlung geben wird. Und wenn es dann heller wird, wenn es auf einmal warm wird, dann haben wir unwillkürlich den Eindruck eines Wunders.

Eine Ahnung von Frühling

Vollmondabende

Während der helle weiße Vollmond über meine Fensterscheiben wandert…

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…schaue ich meiner Lieblings-Herzkino-Heldin Simone Thomalla alias Katja Baumann dabei zu, wie sie im bayerischen Frühling Teenager davor bewahrt von der Brücke zu springen, alleinerziehenden Müttern mit drei Kindern unter die Arme greift, auch mal Kuhställe ausmistet und dann und wann ein Machtwort spricht.

Vollmondabende

einblicke

…in den schulalltag.

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seit letzter woche bin ich nun im praktikum an der rudolf-steiner-schule in witten. eine schnuckelige schule mitten in der stadt, die sich wie ein kleiner vergnügungspark von dem hektischen treiben des ruhrgebiets ausnimmt.

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hier werde ich die nächsten 2 monate mein praktikum verbringen. für diese zeit bin ich in der 2. klasse untergekommen und habe dort auch schon viele freunde gefunden. unsere klassenlehrerin, frau kühn, ist bei den kindern sehr beliebt und sorgt jeden tag für ein angenehmes klassenklima.

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das ist unser klassenzimmer. jeden morgen beginnen wir hier den tag mit 20 minuten freiarbeit. in dieser zeit darf jedes kind tun und lassen, worauf es lust hat. anschließend kommen wir im kreis zusammen, singen lieder, tragen den morgenspruch und die jeweiligen zeugnissprüche vor. im arbeitsteil lernen wir gerade die schreibschrift. und ehe man sich versieht, ist es auch schon zeit für das frühstück. frisches obst und gemüse wird mehrmals die woche von einem bio-hof angeliefert und erfreut sich bei den kindern großer beliebtheit.

morgen werde ich mit den jungs in den wald gehen, um mit ihnen ein paar stöcker zu suchen. für das afrikanische singespiel, welches die klasse nächsten monat aufführt, werden wir in den nächsten tagen ein paar hirtenstäbe schnitzen, die bei der aufführung dann zum einsatz kommen.

 

 

einblicke